Vollmond fotografieren

15
Jan

Damit gute Fotos beim Vollmond gelingen, haben wir eine Reihe von Tipps und Tricks von der Ortswahl bis zu den richtigen Kameraeinstellungen zusammengefasst:

Bezug zur Umgebung

Für ein stimmungsvolles Foto sollte man den Vollmond mit einem Bezug zur Umgebung fotografieren. Natürlich kann es auch interessant sein, Fotos mit einem Superzoom zu machen, jedoch sollte der Mond formatfüllend abgelichtet werden. Ein ansprechendes und spannendes Bild entsteht, indem man Landschaft, Bäume, Häuser und andere Teile der Umgebung mit in das Bild einbaut.

Der richtige Ort

Sinnvoll wäre es, wenn man vor dem Ereignis einen geeigneten Ort sucht, die passende Umgebung ist entscheidend, um den Mond spannend in Szene zu setzen. Es wäre zum anderen ratsam, einen Platz zu wählen, an dem wenig Umgebungslicht vorhanden ist, das eine klare Sicht auf den Mond verringert. In der Stadt zu fotografieren wäre nicht ideal, da der Nachthimmel von künstlichen Lichtquellen aufgehellt wird. Es wird hier auch von Lichtverschmutzung gesprochen.

Die richtige Kameraeinstellung

Der Mond ist ein heller kleiner Punkt am schwarzen Nachthimmel, bei den Voraussetzungen kann die automatische Belichtungsmessung der besten Kamera nicht mithalten. Dies verhält sich ähnlich mit dem Autofokus, bei den erschwerten Bedingungen kann es schwierig werden, den Mond scharf zu stellen. Deshalb wäre es ratsam, den manuellen Modus der Kamera für die Aufnahmen zu nutzen und manuell zu fokussieren. Wegen der Belichtung sollte man einige Dinge beachten: Der Mond ist ein Himmelskörper der sich um die Erde bewegt. Für das menschliche Gehirn ist diese Bewegung kaum erkennbar, bei langen Belichtungszeiten wird es für die Kamera allerdings nahezu unmöglich, dass man ein scharfes Bild aufgenommen bekommt. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, eine nicht allzu lange Belichtungszeit zu wählen.

Die optimale Belichtung

Die Belichtungszeit sollte nach Möglichkeit nicht länger als 1/60 Sekunden betragen, damit die Fotos trotzdem ausreichend belichtet werden, sollte man eine möglichst offene Blende wählen. Ein Objektiv mit einer großen Blendöffnung wäre hierfür ideal, der ISO-Wert sollte nicht zu hoch eingestellt werden, da dies schnell zu Rauschen führt. Da der Mond das Sonnenlicht reflektiert, sollte ein Weißabgleich für Sonnenlicht gewählt werden, wobei auch der automatische Weißabgleich zuverlässig funktionieren sollte. Es wäre sinnvoll die Fotos als RAWs aufzunehmen, da man den Weißabgleich im RAW-Converter anschließend noch anpassen kann.

Nicht nur wegen des Weißabgleichs ist es nützlich, die Fotos als RAW-Dateien aufzunehmen. Das RAW-Format bietet noch andere Vorteile, wie beispielsweise einen breiteren Dynamikumfang, durch den man ohne Qualitätsverluste viele Helligkeits- und Kontrastanpassungen vornehmen kann. Um ein Foto mit richtiger Belichtung aufzunehmen, sollte man mehrere Fotos mit veränderten Blenden- oder ISO-Werten aufnehmen. Am PC kann man die Belichtung der Bilder besser beurteilen als auf dem Kameradisplay und anschließend das Bild mit der optimalen Belichtung wählen.

Die schwierigen Lichtverhältnisse können auch genutzt werden, um kreativ zu werden, beispielsweise kann man mit Taschenlampen Bäume auf dem Motiv anstrahlen oder einen Versuch an HDR-Fotos starten. Bei der Mondfotografie spielt Glück eine große Rolle, so kann ein Flugzeug oder ein Vogel vor der Linse am Mond vorbeifliegen und für einen spannenden Blickfang und eine mystische Atmosphäre sorgen.